Die Vorserienmaschinen der Baureihe V 160 sind in Eisenbahnkreisen unter dem Spitznamen „Lollo“ bekannt, den sie wegen ihres rundlichen Vorbaus erhielten. Entwickelt worden war die Maschine in Zusammenarbeit zwischen dem BZA München und der Firma Krupp. Die neue Diesellok sollte Dampflokomotiven mittlerer Leistungsklasse vor Personen- und Güterzügen ablösen.
1960 wurden die ersten drei Maschinen an die Bundesbahn abgeliefert, 1961 folgten die Maschinen V 160 004 – 006. Sie wurden dem BW Hamburg-Altona zugeteilt und im Wendezugdienst zwischen den Hansestädten Hamburg und Lübeck eingesetzt [1].
Drei weitere Maschinen erhielt das BW Altona ein Jahr später, sie stammten aus der Fabrikation des Lokomotivherstellers Henschel. Nach ihrer Ablieferung zog man die Maschinen vor allem zu Versuchs- und Testfahrten heran. Mit der Ablieferung der zehnten V 160 im Jahre 1963 war die Vorserie abgeschlossen. Die letzte Maschine wich äußerlich von ihren Vorgängerinnen ab, ihre Aufbauten waren kantiger und damit an das Design der V 320 angelehnt. Außerdem war sie als einzige Vorserienlok nicht wendezugtauglich. Ansonsten unterschieden sich alle Vorserienkandidaten untereinander vor allem durch die unterschiedliche Anordnung der Bedienelemente, was ihre Verwendbarkeit nicht gerade einfacher machte.
Im Mai des Jahres 1963 kamen alle zehn Maschinen zum BW Lübeck, das sie im Wendezugdienst zwischen Hamburg und Lübeck sowie auf der Vogelfluglinie einsetzte. Zwei Jahre später bekam Lübeck die ersten Serienmaschinen zugeteilt, die dann mit den vorhandenen Loks in einem gemeinsamen Plan unterwegs waren.
1967 beheimatete man die Lübecker Serienmaschinen – es handelte sich um V 160 026 bis 032 – zum BW Hamburg-Harburg um. Hier lösten sie – im Wendezugverband mit Mitteleinstiegswagen und „Silberlingen“ gekuppelt – die Schnellzugdampfloks der Baureihe 03 zwischen Cuxhaven und Hamburg ab. Der Einsatz dauerte nicht lange: Am 28. Oktober 1967 beorderte man die Serienmaschinen wieder zum BW Lübeck und schickte im Gegenzug die neun rundlichen „Lollos“ zum BW Harburg – das Einzelstück V 160 010 hatte man bereits im Mai nach Oldenburg abgegeben. Die röhrenden Dieselrösser bespannten fortan Eilzüge auf der Unterelbebahn.
Im November 1968 kamen die Vorserienloks, die nun als 216 001 bis 009 bezeichnet wurden, wieder zum BW Hamburg-Altona. Ihre Einsätze blieben vorerst bestehen. Erst 1973, als genügend andere Dieselloks der neuen Baureihe 218 und der bewährten 220 zur Verfügung standen, verabschiedete sich die Bundesbahndirektion Hamburg von den Maschinen, die fortan im Ruhrgebiet zum Einsatz kamen.
Anmerkungen
[1] Vgl. Traube, Manfred (1997): Die „Lollo“. In: Eisenbahn-Kurier 30, H. 292, S. 50-53.


