Geestebahn

Unerwartet schnell wurde auch die erneuerte Brücke für die großen Dampfer der Schiffbaugesellschaft Unterweser zu klein. Bereits 1969 wurde wieder gebaut, diesmal erweiterte man die Brücke zu einer kombinierten Dreh- und Klappbrücke mit einer Durchfahrtsbreite von 22 Metern. Wieder kam die Gutehoffnungshütte zum Zuge, die diese besondere Brückenkonstruktion umsetzte. 600 000 Mark kostete der Umbau, den allerdings zu zwei Dritteln die Werft finanzierte.

Zehn Jahre später machte ein Großauftrag für drei Fähren, den sich die Schichau-Werft, wie die Schiffbaugesellschaft Unterweser seit 1972 hieß, gesichert hatte, eine erneute Erweiterung der Brückendurchfahrt notwendig. Für stolze 1,7 Millionen Mark wurde die Achgelisbrücke auf eine Breite von 25,41 Meter gebracht. Damit hatte sie die Breite der übrigen Geestebrücken erreicht. Als 1986 die traditionsreiche Rickmers-Werft in Konkurs ging, war der Gleisanschluss überflüssig geworden. Bislang hatte die Werft noch täglich eine Übergabe auf dem Schienenweg erhalten. Zwischen 1989 und 1991 sanierte die Baufirma Rogge die Brücke. In diesem Zusammenhang wurden die Gleise im Brückenbelag entfernt, seitdem dient das Bauwerk nur noch dem Fußgänger- und Fahrradverkehr.