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Die Neuwerker Inselbahn
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| Gleisreste an der Deichüberfahrt, 2002. |
Geschichte
Auch auf der vor der Elbmündung gelegenen Insel Neuwerk gab es bis vor einiger Zeit eine Inselbahn. Sie ist 1962 für Küstenschutzmaßnahmen errichtet worden. Denn während der Februar-Sturmflut in jenem Jahr drohte auch der Neuwerker Deich zu brechen und wurde schwer beschädigt. Die überschlagenden Wellen überspülten die Insel. In der Folgezeit musste die komplette Uferbefestigung der Insel erneuert werden. Dazu bediente sich das zuständige Hamburger Hafen- und Bauamt, das bis heute einen Bauhof auf der Insel unterhält, einer Feldbahn. Sie wurde unter anderem zum Transport von Steinen und Kleiboden benötigt. Letzteren baute man im Deichvorland ab.
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| Die Karte zeigt den ungefähren Verlauf der Inselbahnstrecke. Dargestellt ist nicht der Zustand eines bestimmten Jahres.
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Die Strecke führte vom Bauhof vor dem bekannten Leuchtturm auf einer "Steilrampe" über den Deich und dann immer im Außendeichgebiet fast um die gesamte Insel herum. Das Gleisnetz war also für die kleine Insel vergleichsweise umfangreich. Die Strecke war eingleisig, es gab jedoch mehrere kleine Stichstrecken, die von der Hauptstrecke abzweigten. Diese Abzweigungen befanden sich überwiegend im unbewohnten Nordteil der Insel. Am sogenannten Löschplatz, einer Art Lagerplatz mit Schiffsanleger, gab es ein Anschlussgleis, dass bis auf die Mole reichte.
Der Fuhrpark der 600-Millimeter-Bahn bestand neben zwei
fabrikneu gelieferten Diema-Lokomotiven vom Typ DS 20 aus zwei
Kastenloren, zwei Drehgestell-Loren, 13 Kipploren sowie einigen
Flachwagen und Drehgestellen. Anfang der 1980er Jahre wurde der
regelmäßige Einsatz eingestellt. Bis Ende 1986 war die
Feldbahn zwar noch vorhanden, die Strecke jedoch schon
größtenteils abgebaut. Im folgenden Jahr wurden die
Fahrzeuge von der Insel abtransportiert. Eine Lok und der
überwiegende Teil des Fahrzeugparks kamen nach
Betriebseinstellung zum Bauhof nach
Arensch, die andere Lok ging
an das Torfwerk Meiners in Steinau. Beide Loks sind noch im
Einsatz.
Heute erinnern auf Neuwerk rund 150 Meter fest eingelassene Schienen an die Bahn. Sie führen aus einem Gebüsch hinter dem Bauhof im Bogen zum Deich. Dort gibt es eine Weiche und eine Überfahrt über die Deichkrone. Wenig später enden die Schienen im Pflaster. Vor einigen Jahren sollen auch noch einige Lorendrehgestelle im Bauhof vorhanden gewesen sein.
Wahrscheinlich hat es bereits vor 1962 eine Feldbahn auf der Insel eine Feldbahn gegeben. Sie diente zur Unterhaltung der Landgewinnungsgebiete im Osten der Insel. Dort wurden von 1929 bis in die 1980er Jahre Lahnungsfelder unterhalten. Zwischen 1932 und 1945 gab es ein Barackenlager des Arbeitsdienstes auf der Insel. Die Arbeitskräfte halfen bei Uferschutzarbeiten, Erdarbeiten am Außendeich und bei Landgewinnungsarbeiten auf dem Watt im Südosten der Insel. Näheres ist nicht bekannt.
Fahrzeugpark Lokomotiven (600-mm-Spur)
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Lok 1 Hersteller: Diema Baujahr: 1962 Bauart: B-dm Fabriknummer: 2575 Typ: DS 20 |
Neu geliefert über Krupp-Dollberg an das Amt für Strom- und Hafenbau Hamburg - Außenstelle Insel Neuwerk. Oktober 1987 an Torfwerk Dieter Meiners, Steinau, Dezember 2002 an Privatfeldbahn Wedel (D. Resinger), 2007 an Moorbahn Ahlenmoor, Wanna, dort im Einsatz. | ![]() |
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Lok 2 Hersteller: Diema Baujahr: 1962 Bauart: B-dm Fabriknummer: 2576 Typ: DS 20 |
Neu geliefert über Krupp-Dollberg an das Amt für Strom- und Hafenbau Hamburg - Außenstelle Insel Neuwerk. September 1987 an Niedersächsisches Hafenamt Cuxhaven - Bauhof Arensch, 2002 vorhanden. | ![]() |
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| Sommer 2002: Neuwerker Bauhof, im Hintergrund der Turm der Insel. |




