Schlamperei und eine ungenügende Kalkulation der Deutschen Bahn AG haben offenbar zu den erheblichen Mehrkosten bei der Verlängerung er S-Bahn von Neugraben nach Stade geführt. Das geht aus einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage hervor, die der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Quast gestellt hatte (ewb berichtete). Die Verantwortung für die Kostenexplosion macht der Senat auf Seiten der Bahn AG aus: „Nach Angaben der DB AG hätten sich gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung aus dem Jahr 2002 die Kostenansätze für die Infrastruktur im Rahmen der Entwurfs- und Genehmigungsplanung deutlich erhöht. Ursache dafür seien eine nicht ausreichende Grundlagenermittlung sowie zu geringe Wertansätze für den Fahrweg und die Leit- und Sicherungstechnik.“ Mehr »
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Senat: DB verantwortlich für Kostenexplosion
Zwei neue Loks für die EVB
Der Fuhrpark der EVB wird weiter modernisiert: Nach den guten Erfahrungen mit der vor einem Jahr fabrikneu beschafften dieselelektrischen Lokomotive vom Typ Eurorunner 20 (420 11)hat das Verkehrsunternehmen jetzt zwei weitere Maschinen gleichen Typs bestellt. Die erste mit der Betriebsnummer 420 12 wurde vor wenigen Tagen vom Hersteller Siemens an die EVB übergeben, die Auslieferung der zweiten Lok wird voraussichtlich im Mai diesen Jahres erfolgen.
S-Bahn-Bau: Anfrage in der Bürgerschaft
Die Kostensteigerungen für die Verlängerung der S-Bahn-Linie 3 von Neugraben nach Stade (ewb berichtete) sind jetzt auch Gegenstand einer Kleinen Anfrage, die der Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Quast an den Senat der Hansestadt gerichtet hat. Quast will u.a. wissen, wie hoch die Mehrkosten tatsächlich sind, wer für die Planungsfehler die Verantwortung trägt und wodurch genau die millionenschweren Zusatzkosten im Einzelnen entstanden sind. Quast, der zugleich stadtentwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, beklagt in einer Pressemitteilung zudem mangelndes Controlling in der Stadtentwicklungsbehörde. “Schon der Bau der Flughafen-S-Bahn wird erheblich teurer als geplant. Und das Projekt wird erst lange nach dem ursprünglichen Termin fertig gestellt. Es stellt sich die Frage, ob die Bauunterlagen von der Stadtentwicklungsbehörde nicht ausreichend geprüft wurden. Und es wäre auch interessant, zu erfahren, warum die Deutsche Bahn erst darauf hinweisen musste, dass sich die Kosten annähernd verdoppeln”, sagte Quast. “Ich fürchte, dass sich eine derartige Schlamperei bei anderen Bahnprojekten, wie dem ohnehin überteuerten U-Bahnbau in die HafenCity wiederholt.”
S-Bahn nach Stade: Seid verschlungen, Millionen…
Die Verlängerung der S-Bahn von Hamburg nach Stade wird laut Presseberichten erheblich teurer, als zunächst geplant. Aus einem Entwurf einer Senatsdrucksache der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung soll demnach hervor gehen, dass nach Abschluss der Entwurfsplanung die ursprünglich kalkulierten Kosten „aufgrund einer fehlerhaften Planung der Bahn AG“ von 43 Millionen Euro auf 72 Millionen Euro in die Höhe schnellen, berichtet unter anderem das Stader Tageblatt. Die Kostenexplosion sei bereits bekannt gewesen, als der Bau- und Finanzierungsvertrag zwischen den Ländern Hamburg, Niedersachsen und der Bahn AG unterzeichnet wurde. Um das Projekt nicht zu gefährden, habe man aber trotzdem unterschrieben. Mehr »
141 344 als Heizlok in Stade
Eigentlich war der Einsatz von Lokomotiven der Baureihe 141 auf der Unterelbebahn schon seit etlichen Monaten Geschichte, als diese von ihren Nachfolgern in Form der Baureihe 143 abgelöst wurden. Doch als Heizlok ist mit 141 344 überraschender Weise seit einigen Wochen wieder eine Vertreterin Baureihe auf die KBS 121 zurückgekehrt. Im Stader Bahnhof dient die offiziell am 10. Dezember 2005 z-gestellte Braunschweiger Maschine zum Vorheizen von Zuggarnituren bei winterlichen Temperaturen.

