Archiv

Ab Dezember neue Wagen an der Unterelbe

(15.05.2005)

Unter dem Eindruck der angekündigten Ausschreibung der Bahnstrecke Cuxhaven-Hamburg (siehe weiterer Bericht) sowie nach zahlreichen Kundenbeschwerden hat die DB nun angekündigt, ab Dezember 2005 modernisierte Wagen auf der Niederelbebahn einzusetzen. Die laut Pressemitteilung „mit frischem Design, optisch ansprechendem Innenraum und einem erweitertem Mehrzweckbereich für eine erhöhte Anzahl von Fahrrädern“ versehenen Wagen sollen „den Fahrkomfort auf dieser Strecke wesentlich“ erhöhen. Die bislang eingesetzten Wagen befinden sich in einem desolaten Zustand. Besonders die Türenverriegelung bereitet tagtäglich massive Probleme, viele Reisende können den Zug nicht am gewünschten Zielbahnhof verlassen, weil die Türen klemmen und sich nicht öffnen lassen. Diese Zustände hatten zu heftigen Protesten von Bahnkunden – u.a. auch in der Lokalpresse – geführt.

Station Hemmoor wird ab Juli umgebaut

(15.05.2005)

Im (noch) Bahnhof Hemmoor an der Strecke Cuxhaven-Hamburg beginnen ab dem 1. Juli 2005 größere Umbaumaßnahmen. Zum einen wird der Bahnhof in einen unbesetzten Haltepunkt umgebaut. Zeitlich darauf abgestimmt soll der Hausbahnsteig verbreitert und zur Erleichterung des Ein- und Ausstiegs angehoben werden. Der Mittelbahnsteig wird entfernt, in Richtung Hamburg entsteht ein ganz neuer Außenbahnsteig. Während der Bauarbeiten wird ein Provisorium eingerichtet, um Behinderungen für die Fahrgäste in Grenzen zu halten. Mehr »

Geld-Sorgen bei der Museumsbahn Bederkesa

(15.05.2005)

Am heutigen Sonntag hat die Museumsbahn Bremerhaven-Bederkesa ihre diesjährige Fahrsaison eröffnet. Doch statt der vereinseigenen V 36 zog „410 01“, eine V 100 der EVB, den Museumszug. Denn der schwarze Oldtimer der Beester Museumsbahner ist noch immer defekt abgestellt – nach einem schweren Schaden, den er sich im Dezember vergangenen Jahres zugezogen hatte. Mehr »

Werkstattservice für Güterwagen

(14.05.2005)

Eine unscheinbare Pier im Bremerhavener Hafen ist in den letzten Wochen vor allem wegen des Kreuzfahrtschiffes in den Blickpunkt des Interesses gerückt, das dort auf sein weiteres Schicksal wartet: Die Rede ist von der legendären „Norway“ und der alten Bananenpier, an der der Luxusliner vertäut ist. Weitgehend unbemerkt vom öffentlichen Interesse sind hingegen die Bauarbeiten an den Gleisanlagen der Bananenpier geblieben. Die seit Jahren stillgelegten Abstellgleise, auf denen zwischen 1927 und 1986 Kühlwagen beladen wurden, wurden – allerdings gekürzt – wieder in Betrieb genommen und verpachtet. Die Firma Leipzig Rail Service (LRS) will hier einen Werkstattstützpunkt zur Reparatur von Güterwagen einrichten. Nach Firmenangaben gibt es für diese Dienstleistungen in der Seestadt einen großen Bedarf. Fünf Mitarbeiter sollen hier Arbeit finden.

Neues von den EVB in Kürze

(14.05.2005)

Schon seit Ende letzten Jahres bereichern ein Schienenbustriebwagen und zwei Beiwagen den Bestand der historischen EVB-Triebwagen. 796 828, 996 641 und 998 915 stammen von der EfW und sollen später auf dem „Moorexpress“ zum Einsatz kommen. Derzeit harren die stark von Vandalismus gekennzeichneten Fahrzeuge noch ihrer Aufarbeitung.
Die hat der T 168 jetzt schon hinter sich: Nachdem der Triebwagen im vergangenen Jahr bei einem Unfall beschädigt worden war, ist er seit diesem Wochenende mit runderneuertem Gesicht wieder im Einsatz.
Nachzutragen wäre außerdem die Erweiterung des EVB-Lokparks durch eine fabrikneue Maschine vom Typ Eurorunner 20 aus dem Hause Siemens. Die als 420 11 bezeichnete Lokomotive wird im Containerverkehr eingesetzt.
Neues vom Moorexpress und den EVB findet man auch bei den BOEF.

KBS 121 in Harburg bald unterirdisch?

(13.05.2005)

In einem Trog oder einem Tunnel könnte in Zukunft der Verkehr auf der Unterelbebahn im Bereich Harburg geführt werden. Auf einen entsprechenden Vorschlagskompromiss haben sich vor kurzem die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Harburger Politik verständigt. Hintergrund ist die Verkehrsbelastung der Strecke zwischen dem Bahnhof Harburg und der Einfädelung der Hafenbahn in die KBS 121. Nach Presse-Angaben fahren dort zurzeit 105 Güterzüge täglich, die Zahl könnte des Hafenausbaus in Moorburg auf 240 ansteigen. Neben der Belastung der Anwohner haben die Politiker vor allem die städtebaulich trennende Wirkung der Bahnstrecke im Blick, die das „alte“ Harburg von den als „Boom-City“ gepriesenen Harburger Binnenhafen abschneidet.

Letzter “Castor”-Zug aus Stade

(10.05.2005)

Keine „strahlende Fracht“ mehr auf der Unterelbebahn: Am 27. April verkehrte letztmalig auf der KBS 121 ein Zug mit radioaktiven Brennstäben aus dem Kernkraftwerk Stade. Im Schutz der Morgendämmerung verlies der Zug gegen 4.10 Uhr – beladen mit vier Transportbehältern und gezogen von einer Maschine der Baureihenfamilie 232 – das AKW-Gelände in Stade. Ziel war die Aufbereitungsanlage im französischen La Hague. Die 24 Brennelemente waren die letzten, die im 2003 abgeschalteten Atommeiler noch lagerten. Auch dieser Transport rief Atomkraftgegner auf den Plan, die den Zug aufhielten. Einer kettete sich sogar am Gleisbett fest. Die Abfahrt des Transportes wurde dadurch um zwei Stunden verzögert. Mehr »