Ein schöner Zug der Bahn: Erstmals seit mehreren Jahren setzt die DB Regio einen zusätzlichen Nachtzug während des Bremer Freimarktes bis Bremerhaven ein. Der Zug verlässt als Regionalbahn den Bremer Hauptbahnhof um 01:35 und erreicht den Hauptbahnhof der Seestadt um 02:30 Uhr. Der Zug fährt dann noch weiter bis Lehe. Unterwegs wird auf allen Bahnhöfen zwischen Bremen und Bremerhaven gehalten, so dass auch die Freimarktbesucher aus Bremerhaven-Wulsdorf, Loxstedt, Lunestedt, Stubben oder Lübberstedt von diesem Zug profitieren können. Bisher war die Regionalbahn um 0:35 Uhr die letzte Fahrtmöglichkeit zum VBN-Tarif vom Bremer Freimarkt zurück in Richtung Bremerhaven. Der Einsatz des zusätzlichen Zuges eine Stunde später erfolge auf vielfachen Kundenwunsch, heißt es. Der Bremer Freimarkt dauert noch bis zum 3. November.
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Ein Extra-Nachtzug zum Bremer Freimarkt
Alte Lok in neuem Lack
Die EVB haben ihrer Lok 288 ein neues Farbkleid spendiert. Lange Zeit war die ehemalige Bundesbahn-V 200 in einem ausgeblichenen Schmuddel-Farbkleid unterwegs gewesen. Vor einiger Zeit kam sie schließlich in den Gnarrenburger Lokschuppen zur Lackierung. Die neue Farbgebung steht der Maschine hervorragend zu Gesicht. [Carsten Blanke hat die Lok bereits fotografiert...]
Mal wieder ein Castor auf der Unterelbebahn
Ohne Zwischenfälle ist in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober ein Transport mit drei Castorbehältern aus dem Kernkraftwerk Stade in Richtung Frankreich abgefahren. Der Zug mit dem Atommüll startete gegen 2.30 Uhr am Kernkraftwerk Stade. Im Rbf. Maschen wurden die Wagen aus Stade mit denen aus den Kraftwerken Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf zusammengekoppelt. Dann ging es ab in Richtung Frankreich.
„S-Bahn kommt auf jeden Fall“
S-Bahn bis Stade soll pünktlich kommen – das versicherte Niedersachsens Verkehrsministerin Dr. Susanne Knorre kürzlich. Sie trat damit Gerüchten entgegen, die von einer erneuten Verzögerung oder gar einem Scheitern der S-Bahn-Verlängerung sprachen. 2006 werde die S-Bahn auf jeden Fall bis Buxtehude fahren, so Knorre. 117,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Die Bestellung der zehn neuen Wechselstromzüge soll noch in diesem Jahr erfolgen. Die Stader Gruppe „Mobil – auch ohne Auto“, die sich die Verbesserung des SPNV auf die Fahnen geschrieben hat, sammelt unterdessen fleißig Unterschriften, damit die Versprechen auf tatsächlich in die tat umgesetzt werden.
Bald Güterzüge von Cuxhaven nach Bremerhaven?
Der Geschäftsführer des Cuxhavener „CuxPort“-Hafens, Heinrich Ahlers, hat in einem Vortrag neue Hoffnungen für den Güterverkehr auf der Schiene geweckt. Die „außerordentlich gute Zusammenarbeit“ mit der Deutschen Bahn werde auf weitere Zeugverbindungen ausgebaut – und zwar auf der Strecke von Cuxhaven nach Bremerhaven. Es gebe konkrete Planungen für den Transport von Gütern der chemischen Industrie, die per Binnenschiff in Cuxhaven eintreffen und dann mit der Bahn an ihr Ziel rollen sollen.
Nach Erdrutsch: Hang wird saniert
Nachdem am 12. August bei Agathenburg die Böschung eines Hanges auf die Schienen gerutscht war und einen Regionalexpress zum Entgleisen brachte, wird dort jetzt aufwändig der Abhang saniert. Auf einer Länge von 40 Metern ist eine Spundwand aus Holzbohlen errichtet worden. Außerdem wird der Hang mit einer Dränage versehen, damit zukünftig das Wasser besser abfließen kann. Die Gleise in diesem Bereich sind auf einer Länge von 500 Metern bereits erneuert worden.
Schrankenposten werden aufgehoben
In vollem Gange sind zur Zeit die Arbeiten zur Aufhebung des Schrankenpostens 242 in Wingst-Voigtding. Drei von dem Posten bediente Bahnübergänge werden mit automatischen Schranken ausgerüstet. Eine Schranke ist bereits größtenteils fertig, an den anderen Übergängen wird noch gearbeitet. Als Algerplatz für die Bauteile dient der Parkplatz im Hp. Wingst. Damit kann auch hier das für die Bahn so teure Personal eingespart werden. In wenigen Wochen sollen ähnliche Arbeiten auch am Posten 230 bei Hechthausen beginnen. Der Posten 250 in Neuhaus hat dagegen bislang noch eine “Gnadenfrist” bis 2004.
Jede Menge neue Gleise
In großem Umfang werden derzeit auf der KBS 121 zwischen Himmelpforten (Foto des Bahnhofs vom 22.09.02) und Stade auf einer Länge von insgesamt 11 Kilometern die Gleise erneuert. Damit sollen seit langem bestehende Langsamfahrstellen beseitigt werden. Begonnen wurde mit den Arbeiten Ende September im Bahnhof Himmelforten. Bis Mitte Dezember sollen die Bauarbeiten andauern, verschiedene Bahnübergänge werden dafür zeitweilig voll gesperrt. Bis zum 18. Oktober wurde im Bereich des Hammaher Bahnhofs gearbeitet. Am 21. und 22. Oktober war das Gleis zwischen Himmelpforten und Hammah an der Reihe. Vom 26. Oktober bis 1. November ist der Einsatz auf dem Stader Bahnhof vorgesehen. Vom 3. bis 5. November geht es zwischen Stade und Hammah weiter. Den Abschluss der Sanierungsmaßnahmen bildet vom 7. bis 12. Dezember der Abschnitt von Stade nach Himmelpforten. Außerdem wird an einigen Wochenenden Schienenersatzverkehr gefahren. Im Bereich Neu Wulmstorf werden zur Zeit ebenfalls Gleise erneuert. Im Einsatz sollen dabei auch Bauzugloks sein –etwa die große Wiebe V 320 – und die erst kürzlich eingeweihte größte schienengebundene Gleisbaumaschine der Welt namens „RPMW 2002-2“.

