Das Land Niedersachsen hat kein Interesse, sich in irgendeiner Form für den Fortbestand der Eisenbahnstrecke Wilstedt-Zeven-Tostedt einzusetzen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Friedhelm Helberg (SPD) hervor (Drucksache 15/2798). Dieser hatte wissen wollen, ob die Landesregierung bereit wäre, zusammen mit dem Landkreis Rotenburg/Wümme ein neues Gutachten in Auftrag zu geben, in dem ausschließlich für den Streckenabschnitt Zeven-Tostedt eine Nutzung der Bahnstrecke für den Güter- und Personenverkehr untersucht wird. Mehr »
Aktuelle Nachrichten
Land hat kein Interesse an Wilstedt-Zeven-Tostedt
Personenverkehr Cuxhaven-Hamburg ausgeschrieben
Die Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG hat jetzt den Personenverkehr auf der Strecke zwischen Cuxhaven-Hamburg europaweit ausgeschrieben. Das Auftragsvolumen umfasst rund 1,393 Mio. Zugkilometer pro Jahr, die Vertragslaufzeit soll acht Jahre mit Verlängerungsoption für den Auftraggeber um bis zu zwei Jahre betragen. Die Ausschreibungsfrist endet am 3. Juli 2006 um 12 Uhr. Das Unternehmen, das als Gewinner aus der Ausschreibung hervorgeht, soll mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 den Betrieb aufnehmen. Zum Einsatz kommen werden dann Fahrzeuge aus dem Pool der LNVG (ewb berichtete). [Download der Bekanntmachung]
Bremerhavener Hauptbahnhof vor Renovierung?
Der Bremerhavener Hauptbahnhof soll renoviert werden. Das jedenfalls geht aus einer Absichtserklärung hervor, die am vergangenen Freitag von Bremens Bausenator Ronald-Mike Neumeyer, Bremerhavens Baustadtrat Volker Holm und Peter Horwitz (DB Station & Service) unterzeichnet wurde. Konkret geht es um die Erneuerung von Bahnsteigen, des Bahnsteigtunnels sowie der Bahnhofshalle. Unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit werden die Bahnsteige mit Aufzügen ausgestattet, um diese u.a. auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie für Reisende mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck besser erreichbar zu machen. Mehr »
Horneburg: Gleise weichen Parkplatz
Im Bahnhof Horneburg haben die Bauarbeiten für eine neue Parkplätzanlage begonnen. Zwischen dem Stellwerk und dem alten Güterschuppen entsteht ein neuer P&R-Platz, da mit der Verlängerung der S-Bahn ein Zuwachs an Fahrgästen erwartet wird. Dem Parkplatzbau sind die bisher noch angeschlossenen, aber schon lange nicht mehr genutzten Abstellgleise zum Opfer gefallen, die nun auf eine Länge von einigen Metern hinter der Weiche am Stellwerk Hf gekürzt und mit einem Prellbock versehen wurden. Mehr »
Senat: DB verantwortlich für Kostenexplosion
Schlamperei und eine ungenügende Kalkulation der Deutschen Bahn AG haben offenbar zu den erheblichen Mehrkosten bei der Verlängerung er S-Bahn von Neugraben nach Stade geführt. Das geht aus einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage hervor, die der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Quast gestellt hatte (ewb berichtete). Die Verantwortung für die Kostenexplosion macht der Senat auf Seiten der Bahn AG aus: „Nach Angaben der DB AG hätten sich gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung aus dem Jahr 2002 die Kostenansätze für die Infrastruktur im Rahmen der Entwurfs- und Genehmigungsplanung deutlich erhöht. Ursache dafür seien eine nicht ausreichende Grundlagenermittlung sowie zu geringe Wertansätze für den Fahrweg und die Leit- und Sicherungstechnik.“ Mehr »
Zwei neue Loks für die EVB
Der Fuhrpark der EVB wird weiter modernisiert: Nach den guten Erfahrungen mit der vor einem Jahr fabrikneu beschafften dieselelektrischen Lokomotive vom Typ Eurorunner 20 (420 11)hat das Verkehrsunternehmen jetzt zwei weitere Maschinen gleichen Typs bestellt. Die erste mit der Betriebsnummer 420 12 wurde vor wenigen Tagen vom Hersteller Siemens an die EVB übergeben, die Auslieferung der zweiten Lok wird voraussichtlich im Mai diesen Jahres erfolgen.
S-Bahn-Bau: Anfrage in der Bürgerschaft
Die Kostensteigerungen für die Verlängerung der S-Bahn-Linie 3 von Neugraben nach Stade (ewb berichtete) sind jetzt auch Gegenstand einer Kleinen Anfrage, die der Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Quast an den Senat der Hansestadt gerichtet hat. Quast will u.a. wissen, wie hoch die Mehrkosten tatsächlich sind, wer für die Planungsfehler die Verantwortung trägt und wodurch genau die millionenschweren Zusatzkosten im Einzelnen entstanden sind. Quast, der zugleich stadtentwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, beklagt in einer Pressemitteilung zudem mangelndes Controlling in der Stadtentwicklungsbehörde. “Schon der Bau der Flughafen-S-Bahn wird erheblich teurer als geplant. Und das Projekt wird erst lange nach dem ursprünglichen Termin fertig gestellt. Es stellt sich die Frage, ob die Bauunterlagen von der Stadtentwicklungsbehörde nicht ausreichend geprüft wurden. Und es wäre auch interessant, zu erfahren, warum die Deutsche Bahn erst darauf hinweisen musste, dass sich die Kosten annähernd verdoppeln”, sagte Quast. “Ich fürchte, dass sich eine derartige Schlamperei bei anderen Bahnprojekten, wie dem ohnehin überteuerten U-Bahnbau in die HafenCity wiederholt.”
S-Bahn nach Stade: Seid verschlungen, Millionen…
Die Verlängerung der S-Bahn von Hamburg nach Stade wird laut Presseberichten erheblich teurer, als zunächst geplant. Aus einem Entwurf einer Senatsdrucksache der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung soll demnach hervor gehen, dass nach Abschluss der Entwurfsplanung die ursprünglich kalkulierten Kosten „aufgrund einer fehlerhaften Planung der Bahn AG“ von 43 Millionen Euro auf 72 Millionen Euro in die Höhe schnellen, berichtet unter anderem das Stader Tageblatt. Die Kostenexplosion sei bereits bekannt gewesen, als der Bau- und Finanzierungsvertrag zwischen den Ländern Hamburg, Niedersachsen und der Bahn AG unterzeichnet wurde. Um das Projekt nicht zu gefährden, habe man aber trotzdem unterschrieben. Mehr »
141 344 als Heizlok in Stade
Eigentlich war der Einsatz von Lokomotiven der Baureihe 141 auf der Unterelbebahn schon seit etlichen Monaten Geschichte, als diese von ihren Nachfolgern in Form der Baureihe 143 abgelöst wurden. Doch als Heizlok ist mit 141 344 überraschender Weise seit einigen Wochen wieder eine Vertreterin Baureihe auf die KBS 121 zurückgekehrt. Im Stader Bahnhof dient die offiziell am 10. Dezember 2005 z-gestellte Braunschweiger Maschine zum Vorheizen von Zuggarnituren bei winterlichen Temperaturen.
Vor 50 Jahren: Abschied von “Jan Reiners”
Heute vor 50 Jahren wurde der Betrieb auf der Kleinbahnstrecke Bremen-Tarmstedt eingestellt: Am 29. Januar des Jahres 1956 verkehrten zum letzten Mal die Triebwagen zwischen Tarmstedt und Falkenberg – die weitere Strecke bis zum Bremer Parkbahnhof wurde schon seit Mai 1954 nicht mehr bedient. Auch ein halbes Jahrhundert nach dem Aus für die Kleinbahn ist die Erinnerung an „Jan Reiners“ noch immer präsent. Radio Bremen widmete der Stillegung der Schmalspurbahn heute einen Beitrag in der Chronik „As times goes by“ (auch online abrufbar). Und schon seit einigen Wochen ist mit den „Jan Reiners Souvenirs“ eine neue Publikation erhältlich, die sich mit der Geschichte der Kleinbahn Bremen-Tarmstedt befasst. Zur Rezension.

