Im Dezember 2007 soll die S-Bahn zwischen Stade und Neugraben ihren Betrieb aufnehmen. Damit zu diesem Zeitpunkt auch die Infrastruktur dafür ausgerichtet ist, werden im kommenden Jahr umfangreiche Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 28 Mio. Euro anstehen. Die Arbeiten zur Umgestaltung der Bahnanlagen zwischen Neugraben und Stade sind in zwei Ausschreibungsverfahren mit jeweils vier Losen aufgeteilt worden. Einmal geht es um den Kabelverlegungen (46 Kilometer Kabel sollen verlegt werden) sowie um Hoch- und Tiefbauten, zum anderen um den Bereich Elektrotechnik (Elektroanlagen, TK-Anlagen, Beleuchtungen, Sicherungstechnik). In Neu Wulmstorf werden die bestehenden Bahnsteige abgetragen und durch zwei 140 Meter lange Systembahnsteige ersetzt, die westlich der bisherigen entstehen sollen. Gegen die Unbilden des Wetters werden vier Schutzhäuschen aufgestellt. Daneben wird, wie berichtet, der Bahnübergang durch eine Unterführung ersetzt. Beide Maßnahmen sollen im April kommenden Jahres in Angriff genommen werden, wobei sich der Bau der Unterführung bis Ende 2007/Anfang 2008 erstrecken wird.
In den Stationen Buxtehude, Neukloster, Horneburg, Dollern und Agathenburg werden die bisherigen Außenbahnsteige bzw. Mittelbahnsteige (Buxtehude) mit einer Nutzlänge von 240 Metern und einer Höhe von 38 Zentimetern durch Neubauten ersetzt, die dann nur noch 140 Meter lang, aber 76 Zentimeter hoch sind. Neukloster und Horneburg erhalten Systembahnsteige, die anderen Stationen bekommen konventionelle Bahnsteige. Abgesehen von Buxtehude, wo der Mittelbahnsteig bleibt, werden nur Außenbahnsteige errichtet. In diesem Abschnitt ist insgesamt der Gleisrückbau in einem Umfang von 2900 Metern und der Gleisneubau von 2700 Metern vorgesehen. Außerdem werden sieben Weichen zurückgebaut und neun neu eingebaut. Buxtehude bekommt zudem einen neuen Signalausleger.
In Fischbek, dem noch nicht vorhandenen Halt, muss natürlich ein komplett neuer Bahnsteig analog der genannten entstehen.
Die größten Umbauten stehen Neugraben und Stade bevor. In beiden Bahnhöfen sollen zusammen 3900 Meter Gleis zurückgebaut und 2800 Meter neu verlegt werden. 21 Weichen werden zurückgebaut, elf neue eingebaut. In Neugraben wird die Verknüpfung von S-Bahn und KBS 121 entstehen (Systemwechselstelle). Der geplante Gleisrückbau in Stade – betroffen soll davon das vierte Bahnsteiggleis sein – hat Proteste ausgelöst, denn die Schwinge-Stadt möchte sich die Option für eine Wiederaufnahme des SPNV nach Bremervörde/Bremerhaven offen halten, für den dieser derzeit nur sporadisch genutzte Bahnsteig dient. In Stade wird darüber hinaus eine 280 Meter lange, umzäunte Innenreinigungsanlage entstehen, in der die S-Bahn-Wagen für ihre nächsten Einsätze präpariert werden können. Die Bahnsteige in Neugraben bleiben unverändert, in Stade steht ein Umbau an.
Die Bahnarbeiten an den Bahnanlagen gehen einher mit dem Ausbau von Parkkapazitäten an den zukünftigen S-Bahn-Stationen – so in Buxtehude, Neu Wulmstorf, Neukloster und Stade.
S-Bahn: Im kommenden Jahr wird groß gebaut
(24.11.2005, rol)
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