Ein Bieter weniger: Die Deutsche Bahn AG wird sich nicht um den ausgeschriebenen Personenverkehr auf der Strecke Cuxhaven-Hamburg bewerben. Das berichtet die in Otterndorf erscheinende Niederelbe-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Grund dafür ist laut NEZ die Anforderung, dass der Verkehr mit den Fahrzeugen aus dem Pool der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) abzuwickeln ist. “Schon das widerspricht unserem Geschäftsmodell”, sagte Bahn-Sprecher Hans-Jürgen Frohns gegenüber dem Blatt. Er verwies auf die hohen Investitionskosten, die auf die DB in diesem Falle zukämen. Der Konzern hätte gerne eigene Fahrzeuge eingesetzt. Außerdem seien die im Vergleich mit privaten Anbietern zu hohen Lohnkosten der DB mit ausschlaggebend.Damit steigen die Chancen der Metronom Eisenbahngesellschaft mbH aus Uelzen, die sich um den Verkehr beworben hat. Dort rechnet man sich gute Chancen aus, wie eine Sprecherin gegenüber der NEZ betonte. Wohl nicht zu unrecht: Die Gesellschaft fährt bereits jetzt ausschließlich mit Fahrzeugen aus dem LNVG-Pool, die mit denen, die ab 2007 zwischen Cuxhaven und Hamburg fahren sollen, weitgehend identisch bzw. bauartverwandt sind. Interessantes Detail am Rande: Mehrheitsgesellschafter des Metronom ist die NiedersachsenBahn GmbH, deren beide Anteilseigner Osthannoversche Eisenbahnen zu 40,2 Prozent und Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser zu 58 Prozent im Besitz des Landes Niedersachsen sind. Die Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG, die den Verkehr ausgeschrieben hat, ist zu 100 Prozent im Besitz des Landes. Ob sich noch andere Unternehmen um die Strecke bewerben, ist nicht bekannt. Das Ausschreibungsverfahren läuft noch bis zum 3. Juli, 12 Uhr.
Hamburg-Cuxhaven: Bahn bewirbt sich nicht
(27.05.2006, rol)
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