Neues vom Güterverkehr: MORA C

(31.03.2001, rol)

Trotz aller Rationalisierungen und Einsparungen bei der DB Cargo befindet sich der Güterverkehr auf der Schiene zumindest in Cuxhaven auf einer weitgehend festen Basis. Cuxhaven und umzu sind vom Streichkonzept MORA C der Bahn nicht betroffen. Die meisten Güterverkehrsstellen sind sowieso schon seit Jahren geschlossen, die profitablen werden von der Bahn auch weiterhin bedient. Dazu gehören neben Cuxhaven die Standorte Nordholz (Bundeswehr) und Stade.Zur Zeit sieht es im Güterverkehr in Cuxhaven folgender maßen aus: Werktäglich finden am Nachmittag bis etwa 16:30 Uhr z.T. umfangreiche Rangierfahrten auf dem Gelände des Mehrzweckterminals “Cuxport” statt. Das Terminalgelände selbst ist nicht zugänglich, aber die Gleisanlagen des Betriebsbahnhofes an der Baudirektor-Hahn-Straße lassen sich gut einsehen. Eingesetzt werden Loks der Baureihe 363 mit Funkfernsteuerung. Hauptsächlich werden Autos (Firma Harms) und Stahlerzeugnisse mit der Bahn umgeschlagen, es werden aber auch andere Waren transportiert. Zeitweise erfolgen umfangreiche Transporte mit militärischen Gerätschaften im Auftrag der Bundeswehr, die für den Einsatz im Kosovo bestimmt sind, bzw. von dort kommen.Seit kurzem werden die Gleisanlagen am Lentzkai wieder bedient. Die Sperrung der gesamten Gleisanlagen ab der Mützelfeldwerft einschließlich des Amerikabahnhofes wurde im März 2001 aufgehoben. Damit sind auch wieder Sonderzüge zum Amerikabahnhof möglich. Normalerweise werden bei Bedarf ein- bis zwei Interfrigo-Kühlwagen für die am Kai ansässige Kühllogistik-Firma Gooß mit einer Lok der BR 363 überstellt.
Die Güterzüge von und nach Cuxhaven werden fast ausschließlich über die KBS 121 Hamburg-Cuxhaven gefahren. Zum Einsatz kommen Lokomotiven der BR 232. Auf der KBS 125 Cuxhaven-Bremerhaven wird wegen des Unterbaus (Lastbeschränkungen) kaum Güterverkehr gefahren. Zeitweise wird der Anschluß der Bundeswehr in Altenwalde/Oxstedt mit BR 363 bedient.

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