Behinderten-Lifte am Bahnhof Stade

(14.02.2001, rol)

Damit auch Rollstuhlfahrer problemlos und weitgehend ohne fremde Hilfe auf den Bahnsteig gelangen können, ist im Bahnhof Stade ein Einbau von Fahrstühlen erforderlich. Diese Investition ist schon lange überfällig, eigentlich sollte mit dem Bau schon im Juni 2000 begonnen werden. Doch bis heute konnten sich Bahn und Stadt nicht über die Finanzierung einigen.
Nun endlich hat die Stadt Stade sich angeboten, für die vollständige Finanzierung der Investition zu sorgen. Die Finanzierung von 75 Prozent der auf 870 000 Mark geschätzten Kosten sind bereits gesichert.
Doch die Deutsche Bahn AG verzichtet lieber auf einen Behinderten-Lift am Bahnhof als die Betriebskosten zu übernehmen, die auf rund 40 000 Mark jährlich geschätzt werden.
So hofft man jetzt in der Stadtverwaltung auf die Einsicht der Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG, die den Verkehr bei der Bahn bestellt und bezahlt. Falls am Stader Bahnhof zwei Behinderten-Fahrstühle gebaut werden, müßte sie die Betriebskosten tragen und daher mehr an den DB-Geschäftsbereich Station & Service zahlen. Die Stadt will jedenfalls nicht für den Betrieb der Fahrstühle aufkommen.

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