Bahnstrecke Stade-Cuxhaven unrentabel?

(16.07.2000, rol)

36 Personenzüge und sieben Güterzüge rollen täglich auf den Gleisen der Bahnstrecke zwischen Stade und Cuxhaven. Um die Strecke wirtschaftlich zu betreiben ist nach Brechungen der Deutschen Bahn AG das doppelte Verkehrsaufkommen nötig. Außerdem stehen dringende Investitionen an. Etwa fünf Millionen Mark sind dafür veranschlagt. Hinzu kommen Kosten für die Instandsetzung und -haltung von Brücken, technischen Anlagen oder des Untergrunds. Das würde insgesamt rund 76 Millionen Mark kosten, dazu weitere 20 Millionen Mark für Rationalisierungen (Abbau von Schrankenposten und kleinen Stellwerken) Damit die Verbindung sich auf Dauer rechnet, müßten schließlich auch Stellwerke oder Bahnübergänge auf den neuesten Stand gebracht werden.
Die Deutsche Bahn AG rechnet nun und hofft auf den Tiefwasserhafen in Cuxhaven. Würde dieser Hafen gebaut werden, könnten sich auch die Zahlen für den Gütertransport Richtung Hamburg auf der 60 Kilometer langen Strecke bis nach Stade erhöhen. Eine Standortentscheidung für einen niedersächsischen Tiefwasserhafen wird im September fallen, neben Cuxhaven bewirbt sich auch Wilhelmshaven darum.
Wie es mit dem Nahverkehr auf den Gleisen von Stade Richtung Norden weitergeht, wird geprüft. “Die Diskussion hat noch nicht begonnen”, weiß auch Ulrich Koch, Geschäftsführer der Eisenbahn und Verkehrsbetriebe Elbe Weser GmbH (EVB). Allerdings sei der Betrieb der Strecke durch die EVB grundsätzlich denkbar. Es käme aber auf den Zustand der Anlagen und die Kosten an.

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