Neues Bussystem für Buxtehude?

(23.06.2000, rol)

Ein attraktives Bussystem als Lösung der Verkehrsprobleme in Buxtehude – das muß keine Vision sein, sondern könnte schon bald wahr werden. Die Experten der Planungsgruppe Nord untersuchte in einer Machbarkeitsstudie für ein neues Stadtbussystem in Buxtehude, ob mit einem neuen System mehr Fahrgäste gewonnen und mehr Wirtschaftlichkeit zu erreichen ist. Beispiele aus vergleichbaren Städten zeigen, daß mit einem ausgebauten und modernen Bussystem tatsächlich viele neue Fahrgäste gewonnen werden und damit die Straßen deutlich entlastet werden können.
Der Buxtehuder Planungsausschuß zeigte sich nach dem Bericht von Mathias Schmechting von der Planungsgruppe Nord durchweg beeindruckt – und das obgleich alle vorgestellten Varianten mit erheblichen Kosten verbunden sind. Doch der Nutzen eines solchen Systems ist nicht von der Hand zu weisen: Die Planungsgruppe rechnet mit einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen.
Wie das funktionieren kann, zeigten die Beispiele aus anderen Städten: Buchholz, Bad Salzuflen, Detmold oder Lindau hätten seit Jahren ein funktionierendes Stadtbussystem geschaffen und damit allerbeste Erfahrungen gesammelt, so Schmechting.
Die wesentlichen Eckpfeiler dieses Systems sind ein einheitliches Taktsystem und ein zentraler Umsteigepunkt in unmittelbarer Altstadtnähe, an dem sich die Busse der verschiedensten Linien immer im Takt treffen. Der bestehende ZOB am Stackmann-Parkhaus sei dafür geeignet, so die Planer.
Der Stadtbaurat Herwig Redecker bat um eine unvoreingenommene Prüfung der Studie. Das System sei so interessant, daß es nicht gleich an den Kosten scheitern dürfe. Die ersten Reaktionen waren durchweg positiv. Bis zum Ende der Sommerpause sollen die Ratsfraktionen sich entschieden haben.

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