Der VCD fordert den Erhalt und den Ausbau der Cuxhavener Bahnstrecken

(10.05.2000, rol)

Die Bahnverbindungen nach Cuxhaven müssen erhalten und deutlich verbessert werden, so der Landesverband Niedersachsen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) anläßlich eines Treffens zwischen Bahnchef Mehdorn und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Gabriel. Sowohl der Zustand der Strecken als auch der Fernverkehrsanschluss sei für eine Kur- und Hafenstadt dieser Bedeutung unzureichend.
Längere Fahrzeiten und teilweise ungünstige Anschlüsse in Bremerhaven seien ebenso ärgerlich wie zahlreiche Langsamfahrstellen auf der Stader Strecke. Es gäbe zwar landesweit ohnehin eklatante Versäumnisse in der Bahnpolitik. Cuxhaven scheine es aber ganz besonders hart zu treffen, so der VCD. Aber auch die kommunale Politik sei gefragt. Zusammen müßten Stadt und Landkreis auf die Deutsche Bahn AG und das Land Niedersachsen zum Erhalt und Ausbau der Bahnstrecken Druck ausüben.
Der VCD begrüßt zwar ausdrücklich, daß das Land Niedersachsen die Elektrifizierung der Cuxhavener Strecken für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat. “Wir werden allerdings aufpassen, daß das kein Schaufensterantrag bleibt!” kündigt der VCD an. Durch eine Elektrifizierung könnten die InterRegios in das Ruhrgebiet um eine Viertelstunde beschleunigt werden. Da die Bahn südlich von Bremen sehr schnell ist, wären bei guten Anschlüssen attraktive Reisezeiten möglich. Auch der Güterverkehr würde profitieren, wenn Züge aus dem Hafen direkt in alle Zentren der Republik fahren, statt in Maschen umrangiert werden zu müssen.
Aber bereits jetzt wären Verbesserungen insbesondere im Fahrplan möglich. Der VCD hatte schon 1995 ein Konzept vorgelegt, wie ein Stundentakt auf allen Strecken mit kurzen, aber sicheren Anschlüssen möglich wäre. Derzeit verpaßten sich die Züge in Bremerhaven teilweise nur um 3 Minuten.

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