Die Deutsche Bahn AG ist offenbar an der Strecke Bremerhaven-Cuxhaven nicht mehr interessiert. Notwendige Investitionen blieben aus und der Fahrplan wird in jedem Jahr weiter ausgedünnt. “Still und leise” versuchte die Bahn, sich von der unrentablen Strecke zu verabschieden. Doch die bevorstehende Ausdünnung der Interregio-Verbindungen von und nach Cuxhaven hat die Politiker auf den Plan gerufen. Um eine sichere Zukunft der Strecke zu erreichen, wird eifrig an neuen Konzepten für den Schienenverkehr in der Region gearbeitet.
Die CDU hat jetzt die Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) als möglichen neuen Betreiber ins Spiel gebracht. Erste Gespräche laufen bereits. Der CDU-Kreistagsfraktion schwebt vor, daß die EVB möglichst kurzfristig im Regionalausschuß ein Konzept für die eine Betriebsübernahme vorlegt. An der Bahngesellschaft ist der Landkreis Cuxhaven mit fünf Prozent beteiligt. Es sei zu prüfen, ob es sinnvoll ist, die EVB mit dem Betrieb der Strecke Bremerhaven-Cuxhaven zu beauftragen, so die CDU-Abgeordneten Ferlemann und McAllister.
Auf jeden Fall seien daran zwei Bedingungen geknüpft. Zum einen sei eine Bestandsaufnahme über den tatsächlichen baulichen Zustand der Strecke fällig. Die Bahn müsse bisher versäumte Investitionen ins Streckennetz zügig nachholen oder entsprechend Mittel zur Verfügung stellen. Zum anderen müsse das Land Niedersachsen den EVB für die Strecke genauso finanzielle Unterstützung gewähren wie der Deutschen Bahn AG.
Die beiden Politiker formulierten zugleich weitere bahnpolitische Ziele der CDU:
- die Strecke Cuxhaven-Bremerhaven zu modernisieren und zu elektrifizieren
- die Strecke Cuxhaven-Stade zu modernisieren, zu elektrifizieren und mit modernen
Doppelstockwagen zu betreiben - die S-Bahn von Hamburg-Neugraben über Buxtehude nach Stade zu verlängern
- ein S-Bahnnetz von Bremen in Richtung Bremerhaven sowie ins Bremer Umland aufzubauen und
- den Bahnhof in Stubben als Haltepunkt für den Interregio auszuweisen.

