HVV bald auch in den Landkreisen Stade und Harburg

(30.01.2004, rol)

Der Hamburger Senat hat vor kurzem grünes Licht für die weitere Ausweitung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) gegeben. Der Verbundraum soll in Niedersachsen künftig das gesamte Gebiet der Landkreise Harburg, Stade und Lüneburg umfassen. Die Umsetzung ist für den Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres vorgesehen.Die Verhandlungen darüber dauerten drei Jahre. Finanzfragen spielten dabei die größte Rolle, denn: Die Verbesserungen für die Bürger haben für die Länder und Landkreise ihren Preis in Form von Ausgleichszahlungen an die Verkehrsunternehmen. Allein Hamburg zahlt hierfür 1,2 bis 1,4 Millionen Euro jährlich, der Kreis Stade wird rund 450 000 Euro dazu bezahlen müssen.
Mit der Ausweitung des Verbundraums kommen zusätzlich mehr als 500 000 Bürger in der erweiterten Region in den Genuss der Vorteile eines großen Verkehrsverbundes: ein einheitlicher Fahrschein, ein Tarif, ein Fahrplan. Für viele Fahrgäste bedeutet dies im Ergebnis eine deutliche Senkung der Fahrpreise, hiervon profitieren insbesondere die Pendler von und nach Hamburg auf den längeren Strecken im Schienenpersonennahverkehr. Gerade vor dem Hintergrund der Verlängerung der S-Bahn bis nach Stade war dieser Schritt notwendig.
Die Gremien der Landkreise sowie des Landes Niedersachsen müssen den von einem gemeinsamen Lenkungsausschuss erarbeiteten Vorschlägen noch zustimmen.
Erst zum Dezember 2002 war der Verbundraum des HVV in Richtung Norden ausgedehnt worden – in die Umlandkreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg.

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