Einen „dicken Auftrag“ haben jetzt der Cuxhavener Hafenumschlagsbetrieb „Cuxport“ und die Reederei „DFDS Torline“ erhalten: Die Verschiffung von jährlich mindestens 80 000 BMW-Neuwagen über Cuxhaven nach England – und das ab sofort. Positiver Nebeneffekt: Die Nobelkarossen erreichen Cuxhaven nicht mit dem Lastwagen, sondern werden ausnahmsweise mit der Bahn von den Werken in Regensburg, Dingolfing, München und Graz in das Nordseeheilbad transportiert. Bereits jetzt werden täglich zwei 540 Meter lange Ganzzüge mit insgesamt 400 Fahrzeugen in Cuxhaven abgefertigt. Dabei fahren die Züge, die von einer Lok der Baureihe 232 gezogen werden, direkt in die Gleise der Cuxhavener Hafenbahn ein. Bislang wurden die Güterzüge im Bahnhof Cuxhaven aufgelöst und dann von der örtlichen Rangierlok zum Hafen gebracht. Der Entlandevorgang dauert rund drei Stunden.
Die Hafenbahn wird damit in den kommenden Jahren gut ausgelastet sein: Der Vertrag läuft über siebeneinhalb Jahre, man kalkuliert sogar mit einer Steigerung des Autoumschlags. Zugleich läuft natürlich auch der bisherige Umschlagsverkehr in vollem Umfang weiter.
Geplant ist in Zusammenhang mit der Autoverschiffung der Bau einer mehrstöckigen Hochgarage mit 6000 Stellplätzen– und, so munkelt man, die Reaktivierung einer zurzeit stillgelegten Gleisstrecke in den Hafen, um die Betriebsabläufe zu vereinfachen.
Täglich zwei Autozüge nach Cuxhaven
(30.01.2004, rol)
Keine Kommentare
Noch keine Kommentare.
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.
Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist momentan deaktiviert.

