„Faclifting“ von Bahn und Land für weitere Stationen

(9.05.2004, rol)

Das Land Niedersachsen und die Deutsche Bahn führen auch in diesem Jahr ihr so genanntes „Sofortprogramm zur Verschönerung von Bahnhöfen in Niedersachsen“ weiter. In den Genuss von neuen Schildern, Vitrinen und Papierkörben kommen auch wieder Stationen im Elbe-Weser-Dreieck. Die Gesamtkosten dafür betragen landesweit rund 4,1 Millionen Euro, den größten Brocken mit 3,1 Millionen Euro zahlt dabei das Land, vertreten durch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Mit dem Sofortprogramm soll das Erscheinungsbild der Bahnhöfe kurzfristig verbessert werden. Nachdem bereits im vergangenen Jahr 79 Bahnhöfe in Niedersachsen mit Hilfe des Landes renoviert wurden – unter anderem Cuxhaven, Wingst, Hechthausen, Himmelpforten und Hammah -, sollen in diesem Jahr weitere 80 Bahnhöfe in Angriff genommen werden. An der KBS 121 Hamburg-Cuxhaven sind dies die Stationen Agathenburg (Anstricharbeiten, Wegeleitung, zwei neue Wetterschutzhäuser, Sanierung der Vitrine, zwei neue Abfallbehälter, zwei neue Vitrinen, 11 900 Euro) und Dollern (Anstricharbeiten, Wegeleitung, drei neue Wetterschutzanlagen, Sanierung von zwei Sitzbänken und einer Vitrine, vier neue Abfallbehälter, zwei neue Vitrinen, 11 900 Euro). An der KBS 125 werden Lübberstedt (Anstricharbeiten, eine neue Wetterschutzanlage, eine neue Sitzbank, vier neue Abfallbehälter, 22 900Euro), Lunestedt (Anstricharbeiten, Wegeleitung, zwei neue Wetterschutzanlagen, zwei neue Sitzbänke, vier neue Abfallbehälter, Sanierung von zwei Vitrinen, 13 900 Euro) sowie Oldenbüttel (Anstricharbeiten, Wegeleitung, Sanierung von zwei Wetterschutzhäusern, zwei neue Sitzbänke, drei neue Abfallbehälter, 6900 Euro) profitieren. Nach Abschluss des Sofortprogramms und anderer laufender Bau- und Verbesserungsmaßnahmen will die LNVG Ende 2004 rund 60 Prozent aller Bahnhöfe in Niedersachsen ausgebaut oder zumindest deutlich verschönert haben.
Kommentar: Es ist schön, dass solche Maßnahmen überhaupt stattfinden. Doch eigentlich handelt es sich um ganz normale und eigentlich selbstverständliche Unterhaltungsmaßnahmen, um die viel zu viel öffentlicher PR-Wirbel gemacht wird. So wurde in der Vergangenheit beispielsweise in Wingst und Hammah jeweils ein Pressetermin für ein neues Glas-Wartehäuschen anberaumt. Das ist dann doch ein wenig lächerlich. Und bei LNVG und DB sollte man nicht davon ausgehen, dass man mit dem Ende des Programms für die nächsten Jahre vor weiteren Ausgaben und Investitionen gefeit ist.

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